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»» Einheimische Süßwasserfische

Im Müritzeum, dem Haus der 1000 Seen Müritzeum

 

©  Dr. Jörg Vierke

 

Für Liebhaber einheimischer Süßwasserfische gibt es eine Pilgerstätte: Das Müritzeum. Es liegt in der kleinen Stadt Waren wenige Meter vom Nordufer des größten deutschen Binnensees, der Müritz. Der zweigeschossige Rundbau besteht vorwiegend aus Holz und Glas und hat einen Durchmesser von 50 m. Im August 2007 öffnete das „Haus der 1000 Seen“ seine Pforten für die Besucher.

 

Das Müritzeum ist weit mehr als ein Schauaquarium. Der naturkundlich Interessierte erfährt hier alles Notwendige und manches mehr über diese touristisch gut erschlossene Region. Der Müritz-Nationalpark bietet Wanderern, Radfahrern und Schiffsreisenden Erholung und Gelegenheit zu spannenden Beobachtungen. Mit etwas Glück kann man hier Fischottern begegnen, Kranichen und Adlern. Somit ist klar, dass das Müritzeum sich auch der hier beheimateten Vogelwelt, dem Wald und der hiesigen Geologie widmet. Kindern wie Erwachsenen macht es Freude, die liebevoll präsentierten Ausstellungsstücke zu erkunden!

 

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Flusslandschafts - Becken
Bitterlingsbecken.JPG Wollhandkrabbe.jpg
Bitterlingsbecken Wollhandkrabbe
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Hecht Dreistachliger Stichling
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Aal Sterlet
St_rbecken1.jpg Aussenbecken.JPG
Störbecken Außenbecken mit Blick auf den Herrensee

Nun aber speziell Informationen zu den Aquarien! Vom großzügigen Foyer mit Kasse, Shop und Garderobe kommt der Besucher zunächst in das Forum. Hier ist das Licht gedämpft und eindruckvolle Diapräsentationen laden zum Verbleiben ein. Aber den Fischfreund wird es nicht lange halten, denn zur Linken sieht man ein riesiges Aquarium. Es ist genauer gesagt nur die obere Hälfte eines Aquariums, das sich über zwei Stockwerke hinweg zieht. Im grünblauen Wasser des 100.000 Liter Aquariums ziehen an die 600 große Maränen im schwarmartigen Verband vorbei. Die Frontscheibe misst etwa 6 X 6 Meter und ist 27 Zentimeter dick! Für Wartungsarbeiten braucht man hier eine Tauchausrüstung!

 

Wenn man die Treppe neben dem Maränenschwarm hinuntergeht, erreicht man den Bereich der Seenlandschaft unter Wasser – den Aquarienteil des Müritzeums im Erdgeschoss. Vor uns schon wieder ein „Hingucker“, eine Reihe sehr großer Schauaquarien mit gewölbten Scheiben. Hier wird auf  einer Strecke von etwa 20 Metern in 7 Becken eine Flusslandschaft vorgestellt.

 

Bei der Flusslandschaft fällt zunächst das größte Becken auf, das den Mündungsbereich des Flusses darstellt. Hier tummeln sich kapitale Sterlets, Störe, Meerforellen, Zopen und Zährten. Flussaufwärts werden die Becken kontinuierlich kleiner, wir begegnen Becken mit Barschen, mit Elritzen und schließlich mit Groppen.

 

Auf der gegenüber liegenden Seite reihen sich in einer halbrunden Anlage die Aquarien mit den Fischen der Stillgewässer. Mit Muße kann man hier in naturnah eingerichteten Becken Schmerlen, Steinbeißer, Bitterlinge, Stichlinge und Moderlieschen beobachten. Den Aalen ist ein eigenes Becken eingerichtet. Sie fühlen sich offensichtlich wohl in dem mit Tonröhren, alten Fahrradreifen und anderem Kulturmüll ausgestatteten Becken – leider sieht es so ja vielerorts unter Wasser aus!

 

Star dieses Stillwasserteils ist allerdings ein kapitaler Hecht, der im letzten Becken blau schillernd im freien Wasser steht. Er ist ganz offensichtlich der Liebling der Besucher! Dabei geht fast ganz verloren, dass im dunkel gehaltenen Hintergrund dieses Großaquariums auch noch ein kapitaler Wels auf  Beute lauert.

 

Neben den Fischen wird im Aquarienteil des Müritzeums auch noch weiteres von der Unterwasserwelt der Mecklenburgischen Seenplatte gezeigt: natürlich Schnecken und Muscheln, aber auch Sumpfschildkröten und diverse Krebse, wie Edelkrebse und Wollhandkrabben.

 

Ein schöner Ruhepunkt im Aquarienbereich ist das so genannte „Wassertheater“. Hier kann man sitzen und durch eine große Panoramascheibe auf den Herrensee schauen. Dieser See scheint direkt an das Gebäude zu grenzen, denn im Vordergrund befinden sich zwei große Außenbecken mit riesigen Karpfen und anderen Fischen. Ein schöner Platz zum Ruhen und Meditieren. Bei gutem Wetter sollte man nicht versäumen, einen kleinen Rundgang um diesen idyllischen See zu unternehmen.

 

 

 ©  Dr. Jörg Vierke

 

Zum Abschluss noch ein paar Fakten im Telegrammstil:

 

Müritzeum, Zur Steinmole 1, 17192 Waren (Müritz)

Eintritt: Erwachsene 7.50 € (ermäßigt 5.00 €), Kinder 3.00 €, unter 6 Jahren frei

Behindertengerecht, Rollstuhlverleih.

Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 10 – 19 Uhr

November bis März täglich 10 – 18 Uhr

Führungen nach Anmeldung möglich, zahlreiche Sonderveranstaltungen.

Angeschlossen: Shop und Restaurant

Hunde erlaubt.

Großparkplatz in der Nähe.

Fotografieren im Aquarienbereich ohne Blitz erlaubt.

24 Becken mit etwa 40 heimischen Fischarten

Internet: www.Mueritzeum.de - Hier die direkte Verbindung >>>

Fazit: Besuch sehr empfehlenswert! Kinderfreundlich.

 


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