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Ex-Fische des Monats im Jahr 2007
Januar 2007
Gebänderter Kampffisch Betta taeniata
Größe: Weibchen bis 6 cm, Männchen bis 8 cm.
Beschreibung: Beide Geschlechter mit zwei blauen oder grünlichen Kiemendeckelflecken. Unpaare Flossen leuchtend blau gerandet.
Vorkommen: Versteckt zwischen abgefallenem Laub am Grund langsam fließender Gewässer im Süden von Sarawak (Borneo, Ostmalaysia).
Temperatur: 25 - 27° C.
Pflege: Selten gepflegte Tiere, deren Haltung in weichem Wasser und mit Lebendfutter leicht ist. Nachzuchten wie bei vielen maulbrütenden Bettas bei Wildfängen leicht zu erzielen, bei Nachzuchttieren jedoch problematisch.
Februar 2007
Faden-Prachtzwerggurami Parosphromenus filamentosus
Größe: Weibchen bis 3 cm, Männchen bis 3,6 cm.
Beschreibung: Zierliche Fische mit zwei schwarzen Längsstreifen auf ockerfarbenem Grund. Schwanzflosse mit fadenartig verlängertem Mittelstrahl, der beim Männchen bis 4 mm lang wird.
Vorkommen: SO-Borneo in kleinen, langsam fließenden, verkrauteten Gewässern.
Pflege: Anspruchsvoller Fisch für das kleine Artaquarium. Weiches, leicht saueres Wasser (Torffilter) und feines Lebendfutter.
Besonderes: Höhlenlaicher. - Wie viele andere Kleinlabyrinther nur über spezielle Liebhaber-Gruppen zu bekommen!
März 2007
Fünffleckbuntbarsch Thysochromis ansorgii
Größe: bis 13 cm.
Beschreibung: Männchen größer und mit länger ausgezogenen Bauchflossen. Weibchen (Foto!) mit rötlichem Bauch und leuchtend silberweißen Flecken beiderseits des Afters.
Vorkommen: Westafrika, bewaldete Küstenzonen von Nigeria, Ghana und Kamerun
Temperatur: 24 - 26° C.
Pflege: revierbildend, aber weitgehend friedlich. Braucht ausreichend Versteckmöglichkeiten und regelmäßigen Wasserwechsel. Keine ausgesprochenen Futteransprüche.
Synonyme: Thysia ansorgii, Pelmatochromis ansorgii, Pelmatochromis arnoldi
April 2007
Asiatischer Knochenzüngler Scleropages formosus
Größe: bis 90 cm (!)
Beschreibung: Sehr großschuppige, oft golden glänzende Fische mit zipfelartigem Tentakel an der Spitze der Unterlippe.
Vorkommen: in ruhigen, verkrauteten Flüssen und Bächen Südostasiens
Temperatur: 24 - 30° C
Pflege: Raubfisch, der jedoch gut mit anderen Fischen vergesellschaftet werden kann, wenn sie größenmäßig nicht freßtauglich sind. Man beachte aber das Riesenmaul! Sehr ruhig und absolut pflanzenfreundlich, braucht aber ausreichend freien Schwimmraum. Aquarium ausreichend groß! Wasser weich, leicht sauer. - Aquarium gut abdecken, da die Fische springen! Wenn Knochenzüngler sich hinter Steinen odeer Wurzeln verkeilen, besteht für sie Lebensgefahr, da die Fische nur schwer rückwärts schwimmen können und in solchen Situationen ersticken!
Ernährung: Regenwürmer, Garnelen, Fischstückchen.
Anmerkung: Gehört in Südostasien zu den beliebtesten Aquarienfischen. Da die Art im Washingtoner Artenschutzabkommen aufgeführt ist, darf sie bei uns nicht gehandelt werden! - Die Art ist Maulbrüter und wird in SO-Asien im Freiwasser gezüchtet.
Mai 2007
Sumatrabarbe - Puntius (Barbus) tetrazona
Größe: bis 7 cm
Vorkommen: ursprünglich von den indonesischen Inseln Sumatra und Borneo
Temperatur 20 - 26° C.
Pflege: Sehr lebhafter und spielfreudiger Fisch, der immer im Schwarm gehalten werden sollte.Nicht mit zarten Fischen kombinieren, da Sumatrabarben dann lästig werden können. Speziell die Haltung mit Fadenfischen und Skalaren sollte vermieden werden, da die Barben ihnen durch Flossenzupfen schaden könnten. Weicher Sandboden, Randbepflanzung mit hartblättrigen Gewächsen. Die Wasserwerte sind nicht von Bedeutung, solange sie nicht in extrem hartem Bereich sind. Anfällig gegen die Ichthyosporidium-Krankheit.
Ernährung Allesfresser, der keine besonderen Ansprüche stellt.
Zucht relativ einfach bei paarweisem Ansatz. Es gibt eine größere Anzahl von Zuchtformen, zum Beispiel Schleierformen, die grün schillernden "Moosbarben" und Albinoformen. Auf der Seite "Filme: Muränen und andere Fische" finden Sie einen animierten und kommentierten Fotobericht zum Ablaichen der Sumatrabarben (Dauer 2 Minuten)!
Juni 2007
GRÖSSE 4 cm
BESCHREIBUNG Ähnelt sehr dem Neonsalmler. Im Unterschied zu diesem Fischchen erstreckt sich beim Roten Neonsalmler die Rotfärbung auf weiteste Teile der Unterseite bis hin zur Kehle, lediglich eine kleine Bauchpartie bleibt silbrig. Die Männchen sind deutlich schlanker als die etwas größer werdenden Weibchen.
VORKOMMEN Verbreitet in weiten Teilen des Amazonasbeckens und im Bereich des Orinoco.
TEMPERATUR 23-27 ° C
PFLEGE Empfehlenswert für das Amazonas-Gesellschaftsaquarium mit anderen friedlichen Fischen der entsprechenden Größe. Nur im, nach Möglichkeit, großen Schwarm halten! Braucht gedämpftes Licht und zumindest stellenweise dichtere Bepflanzung. Vorzugsweise weiches oder nur mittelhartes Wasser. Empfindlicher als Paracheirodon innesi im Hinblick auf die chemischen Wasserwerte. Auch wenn sie vielfach relativ hartes Wasser kurzfristig ertragen, sterben sie nach einigen Monaten an Nierenversagen. Bei guten Wasserbedingungen und regelmäßigem Teilwasserwechsel ausdauernd.
ERNÄHRUNG Nimmt Flockenfutter, feines Lebendfutter und Frostfutter.
ANMERKUNG Zucht in sehr weichem, sehr saurem Wasser möglich. Die meisten Tiere im Handel sind aber Wildfänge aus dem Bereich des Rio Negro.

Juli 2007
Roter Regenbogenfisch Glossolepis incisus
GRÖSSE Bis 16 cm
BESCHREIBUNG Im Alter hochrückiger Regenbogenfisch, ausgefärbte Männchen lachsrot. Weibchen gestreckter, gelboliv mit goldgelb schimmernden Schuppen.
VORKOMMEN Aus Neuguinea im Bereich des Sentani-Sees.
TEMPERATUR 22 bis 26 ° C
PFLEGE ein ausgesprochen friedlicher Schwarmfisch, der seiner Größe entsprechend nur für Becken ab 120 cm Seitenlänge geeignet ist. Liebt mittelhartes bis hartes Wasser ab 16 dGH mit neutralen oder leicht basischen Werten. Strömungsliebend (Filterl). Ausdauernd aber langsam wachsend. Gut zu vergesellschaften mit anderen mittelgroßen, friedlichen Fischen, die entsprechende Wasserwerte bevorzugen. Braucht ausreichend freien Schwimmraum.
ERNÄHRUNG Bevorzugt Lebendfutter, ersatzweise Frostfutter, nimmt gelegentlich auch Futterflocken.
ZUCHT Ziemlich einfach, Dauerlaicher an zarten Pflanzen, z. B. Javamoos. Aufzucht der Brut zunächst mit Infusorien, später Artemien.
August 2007
Blauer Kongocichlide Nanochromis parilus
GRÖSSE Bis zu 7 cm
BESCHREIBUNG Relativ kleinköpfige, sehr langgestreckte Art, die durch ihre bläulich oder violett glänzende Gesamtfärbung ohne jede weitere Zeichnung unverkennbar ist. Lediglich mit N. nudiceps könnte es zu Verwechslungen kommen, doch ist die Unterscheidung leicht: N. parilius hat in beiden Geschlechtern im unteren Teil der Schwanzflosse keine Zeichnung, während sowohl Männchen als auch Weibchen bei nudiceps eine auffallende Querbänderung in der unteren Schwanzflossenhälfte haben.
GESCHLECHTSUNTERSCHIEDE: Die Weibchen haben zur Laichzeit ausgesprochen stark angeschwollene Bäuche mit oft violettroter Tönung. Auch schon lange vor dem Ablaichen ist die stumpfe, weißgefärbte Laichpapille des Weibchens unschwer zu erkennen. Das Foto zeigt ein Weibchen!
VORKOMMEN Stromschnellen des unteren Zaire (Kongo) zwischen Wombe und Inga.
TEMPERATUR 22 - 26 ° C
PFLEGE Weiches bis mittelhartes Wasser, Säuregrad zwischen 6,0 und 6,8. Wasserbewegung (Filter!) ist wichtig, nötig sind auch mehrere Höhlen, aus denen die Alttiere Bodenmaterial herausschaffen können. Nicht immer vertragen sich die Fische mit Artgenossen, am besten ist paarweise Unterbringung. Gegen andere Mitfische meist harmlos.
ERNÄHRUNG Nehmen nach Eingewöhnung Trockenfutter, gern aber Frostfutter und Lebendfutter.
September 2007
Pyjama - Kardinalbarsch Sphaeramia nematoptera
Größe 6 - 8 cm
Beschreibung Mit den riesigen roten Augen (Dämmerungsfisch!) und den segelartigen Flossen ein ausgesprochen attraktiver Fisch, der gut auch für beginnende Meerwasseraquarianer geeignet ist. Zwei Rückenflossen. Dunkles Querband, das in der ersten Rückenflosse beginnt und sich bis in die Bauchflossen erstreckt. Dahinter bräunliche Flecken.
Vorkommen Flachwasserfisch, der in kleinen oder auch größeren Trupps in den Steinkorallen des westlichen Pazifik von Indonesien und Japan bis weit nach Polynesien hinein lebt.
Temperatur 24°C - 26°C.
Pflege Ein sehr friedlicher Meerwasser-Fisch, den man gut in einem passend eingerichteten Gesellschaftsaquarium halten kann. Eigentlich ein eher dämmerungsaktiver Schwarmfisch; jedoch anpassungsfähig.
Ernährung Auch im Hinblick auf das Futter völlig problemlos. Nimmt neben Artemien, Mysis und Frostfutter auch Trockenfutter. Da die Tiere ihren Lieblingsplatz (meist unter Steinkorallen) nur ungern verlassen, sollte man gezielt füttern!
Zucht Einer der wenigen Meerwasserfische, die man auch im Aquarium gut züchten kann! Die Männchen sind Maulbrüter. Beim Schlupf sind die Larven bereits 3 mm groß und können mit Rädertierchen angefüttert werden. Wer Zuchtversuche anstellen will, sollte die Tiere natürlich im Artbecken halten.
Oktober 2007
Asiatischer Schlammspringer Periophthalmodon schlosseri
Größe 20 - 27 cm
Beschreibung: typischer Schlammspringer-Habitus mit nach oben vorstehenden, zurückziehbaren Glubsch-Augen, kräftigen Brustflossen und Bauchflossen, die als Stütze dienen. Dunkler Streifen vom Auge zum Schwanzflossen-Ansatz.
Vorkommen: In den schlammigen Gezeitenzonen an den Küsten Südost-Asiens, bevorzugt in Indonesien.
Temperatur um 26°C, auch im Luftraum! Deckscheibe!
Pflege: Nicht zu kleines Aquarium, ein Drittel mit Landteil, Rest mit ca. 20 cm Wasserstand. Dort sollten Wurzeln sein, die über das Wasser hinausragen und gern als Ruheplatz genutzt werden. Bei Weichwasser ohne Salzzusatz ausdauernde und lebhafte Pfleglinge, die sehr zutraulich werden können. Als Beifische bewährten sich Schützenfische und auch Mosaikfadenfische (die hier sogar ablaichten!).
Ernährung: Frißt alles Tierische in der passenden Größe, nach Eingewöhnung auch Trockenfutter.
Zucht: Wohl kaum im Heimaquarium möglich. Im Freiland erweisen sich die Fische als intensive Brutpfleger, die ihren Laich in selbstgegrabenen Schlammröhren (bis zu 1,2 m tief und oft mit mehreren Zugängen) abgeben.
Weiteres: Die Tiere können dauernd weder nur im Wasser noch nur an Land leben! Ihre Atemorgane (Kiemen, Mundhöhle, Haut) sind auf den ständigen Wechsel angewiesen.
November 2007
Schützenfisch Toxotes chatareus 
GRÖSSE Bis 27 cm, bleibt aber zumeist kleiner.
BESCHREIBUNG Großäugiger Fisch mit weitgespaltenem Maul. Silbrig mit drei Körperquerstreifen, zusätzlich Streifen auf dem Kiemendeckel und am Schwanzflossenansatz. Zwischen den Körperstreifen kleinere Flecken im Rückenbereich, die ihn vom schlankeren T. jaculatrix eindeutig unterscheiden. - Relativ häufig im Handel, zumeist leider unter falschem Namen!!
VORKOMMEN Im Süß- und Brackwasser Südostasiens bis hin nach Australien
TEMPERATUR 24 bis 28 ° C
PFLEGE Ein räuberischer Fisch, der sich gern im Oberflächenbereich aufhält. Ist in Aquarien ab 90 cm Länge gut in Gesellschaft gleich großer Fische zu halten. Auch wenn sie in ihrer Heimat oft truppweise vorkommen, eignen sie sich für Schwarmhaltung nur in sehr großen Becken. Lieber Einzelhaltung! Brauchen ausreichend freien Schwimmraum! Schützenfische werden von Flockenfutter nicht satt! Sie nehmen aber gern auch Regenwürmer, kleine Fleischstückchen und Futtertabletten. Die Ansprüche an die Wasserzusammensetzung sind sehr gering.
BESONDERES Können wie auch T. jaculatrix mit gezielten Spucktropfen wie mit einer Wasserpistole Insekten und andere Beutetiere ins Wasser schwemmen. Das ist - speziell bei abgesenktem Wasserstand - auch im Heimaquarium gut zu beobachten.
Dezember 2007
Bitterlingsbarbe Puntius (Barbus) titteya
GRÖSSE: bis 5 cm
BESCHREIBUNG: Relativ lang gestreckte Barbe mit seitlichen Netzschuppen und einem dunkleren Körperlängsstreifen, der an der Schnauzenspitze beginnt und erst am Beginn der Schwanzflosse endet. Die Männchen zeigen zur Laichzeit eine wunderbare Rotfärbung.
VORKOMMEN: Aus schattigen Bächen in den Tiefebenen der Insel Ceylon (Sri Lanka).
TEMPERATUR: 23 - 26 ° C
PFLEGE: Eine friedliche Art, auch wenn die Männchen untereinander zur Laichzeit recht nachhaltig miteinander raufen können. Immer im Schwarm halten! Die Fische lieben es, sich gelegentlich in vegetationsreichere und dunklere Bereiche des Aquariums zurückzuziehen. Diesem Bedürfnis sollte man durch Wurzelunterstände und einer dichteren Randbepflanzung entsprechen. Die Ansprüche an das Wasser sind relativ moderat. Lediglich sehr hartes Wasser ist zu vermeiden.
ERNÄHRUNG: Bitterlingsbarben sind Allesfresser, denen man aber doch hin und wieder auch Frostfutter oder Lebendfutter gönnen sollte.
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