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»» Im Norden Südamerikas

Die Karibik-Staaten liegen, mit Ausnahme der südlichen Anrainer Kolumbien und Venezuela, genau genommen nicht in Südamerika, sondern in Mittelamerika. Ich konnte bisher nur einen kleinen Teil von ihnen bereisen. Das waren neben Costa Rica und Mexiko vor allem Venezuela und Kuba. Und von den beiden Letztgenannten ist hier die Rede.

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Venezuela - Impressionen

Venezuela

Für extrem risikofreudige Einzelreisende ist Venezuela ein heißer Tipp. Die Chance überfallen und ausgeplündert zu werden, ist hier besonders groß, vor allem, wenn man mit umgehängter Kamera durch gewisse Stadtzonen schlendert. Allerdings - jeder Reiseführer warnt vor dieser Gefahr. Die Hotelbereiche sind daher mehr oder weniger isoliert. Auch auf der Touristeninsel Isla Margarita patroullieren schwerbewaffnete Wachen an den Grenzen des Hotelstrandes.

Aber keine Sorge, im Hotel ist man sicher und auf den organisierten Rundtouren auch. Und auf mehrtägige Erkundungsausflüge sollte man nicht verzichten, wenn man nur etwas Interesse an einem fremden Land hat!

Karibik pur kann man vor allem bei einem Besuch von "Los Roques" erleben. Man muss eins der kleinen Flugzeuge besteigen, um auf diese Inseln in der südlichen Karibik zu kommen. Selbstverständlich beinhalten solche Ausflüge auch Katamaran-Touren und Schnorchelausflüge - wirklich empfehlenswert, auch wenn der Anspruch "Malediven der Karibik" wohl etwas überzogen ist.

Wer Venezuela besucht, sollte auf keinen Fall auf eine Tour ins Innere verzichten. Hier gibt es tropischen Regenwald vom Feinsten. Auf Flußfahrten ins Orinokogebiet werden Indianer besucht und man hat die Möglichkeit, nachts auf einer Bootstour einige der tierischen Urwaldbewohner aus der Nähe kennen zu lernen.

Einmalig auf der Welt sind die eindrucksvollen Tafelberge (Tepuis) im Süden des Landes, die teilweise wie massige Türme aus dem Urwald hervorragen. Einige von ihnen erreichen weit über 1000 m Höhe. Man schätzt ihr Alter auf 70 Millionen Jahre. Auf ihren Hochplateaus existiert eine eigene Tier- und Pflanzenwelt, wie sie nur hier vorkommt. Normalbesuchern bleiben diese Zonen allerdings versperrt.

Und hier mein Highlight:

Regelmäßig fliegen die Piloten, die Touristen in den Süden des Landes in den Canaima Nationalpark bringen, mit ihren kleinen Maschinen im Tiefflug durch die Schluchten zwischen den Tafelbergen. Wie das Foto oben rechts zeigt, fliegen die Piloten oft auch unterhalb der Wolkendecke.

Mit etwas Glück sieht man dann sogar den höchsten Wasserfall der Erde, den Salto Angel. Er hat eine Fallhöhe von 978 Metern. Nicht immer allerdings ist er mit reichlich Wasser gesegnet. Aber es ist eindrucksvoll, hier durch die Wolkenschwaden nah an den senkrecht abfallenden Felstürmen zu fliegen.

Kuba

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Impressionen aus Kuba

Dreimal habe ich diese Größte der Karibikinseln besucht. So viel ist aber sicher, ich muss bald mal wieder hin!

Das Land bietet viel mehr als Strand und Sonne. Beeindruckend ist ohne Zweifel die Natur: Große und kleine Echsen, Palmen zahlreich und in vielen Arten, alle möglichen Wasservögel und vor allem natürlich die Fülle der Tiere, die man in den umliegenden Tauchrevieren antreffen kann: Korallen, Schwämme in allen Farben, Größen und Varianten; die Fische nicht zu vergessen!

Wer nur das Hotel- und das Strandleben nutzt, hätte nicht zu kommen brauchen. Kuba hat so viel mehr zu bieten. Zumindest sollte man als Pauschalreisender das Ausflugsangebot sehr intensiv nutzen. Da gibt es natürlich den Ausflug in die Hauptstadt (Havanna sollte ein Muss sein!), es gibt Ausflüge in den Regenwald und zu den Wasserfällen im gebirgigen Inneren, Touren zu verschiedenen Inseln und – sehr zu empfehlen – geführte Erkundungstouren in die Dörfer der Umgebung. Dort besucht man Schulen, Medizin-Zentren und Bauern. Natürlich kann man sich auch Fahrräder oder Roller ausleihen und auf eigene Faust die Umgebung der Hotelanlage erkunden.

Bei meinem ersten Kuba-Besuch im April 1993 war ich genervt von der allabendlichen Musik und dem Lärm, der von der Animation des Hotels in Santa Lucia auf meinen Balkon schallte. Nach einer Woche ging ich dann zögernd doch mal hin – und wurde sofort ein begeisterter Fan der dortigen Band. War das eine Stimmung, eine Musikalität, ein Temperament! Salsa! Band of Eden! Wer die beiden Videos unten anklickt wird einen Eindruck davon bekommen. Schade, ich habe keine Ahnung was aus den Musikern geworden ist, ich habe in dieser Hinsicht seitdem nichts Besseres gehört.

Musik hört man überall auf Kuba, nicht nur in den Touristenzentren. Musik und Tanz sind hier einfach Bestandteile des Lebens. Und das Leben auf dieser Insel ist für die Kubaner nicht einfach. Wir Touristen freuen uns über die Oldtimer in den Straßen Havannas, die altmodischen Läden und über die schmiedeeisernen Personenaufzüge, die man vielleicht im Berlin der 50er Jahre noch sehen konnte. Für die Kubaner ist das jedoch nicht in jedem Fall Nostalgie, es ist oft bittere Notwendigkeit. Das gilt auch für die Ochsengespanne auf dem Land: sechs oder acht dieser Zugtiere vor einem Wagen. Dem Bauer wäre ein Traktor mit Sicherheit lieber!

Man kann die Menschen hier nur bewundern, wie sie ihr Leben meistern und dass sie trotz vieler Schwierigkeiten doch immer wieder ein freundliches Lächeln übrig haben. Ihre Probleme sind kein Ergebnis des Regimes, das merkt der aufmerksame Besucher schnell. Hauptursache ist das Embargo der großen Weltmacht im Norden. Über die Motive werde ich hier nicht spekulieren. Das Wirtschaftsembargo besteht seit 1961. Seit 1992 stimmt die Vollversammlung der UNO alljährlich für die Aufhebung des Embargos – alles vergeblich!

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Wer darauf achtet, wird noch etwas sehr Eindrucksvolles in Kuba sehen: Es gibt hier ein Rassengemisch wie sonst selten auf der Welt, aber Diskriminierung fehlt völlig. Beim Besuch einer Zigarrenfabrik in Havanna beobachtet man, wie jung und alt, schwarz und weiß, Mann und Frau nebeneinander sitzen und arbeiten. Wie den Besuchern glaubwürdig versichert wird, bei gleichem Verdienst. Mein Video unten gibt einen Eindruck davon. -  Was sagte unser schwarzer Guide über einen anderen Fremdenführer, dem er unterwegs begegnete: „Er ist mein bester Freund, obwohl er ein Weißer ist!“

Zum Schluss noch ein Highlight:

Buchen Sie einen Flug-Ausflug innerhalb Kubas, wohin auch immer! Hier hat man endlich Gelegenheit, für vergleichsweise wenig Geld mit echten Oldtimern zu fliegen, auch mit Hubschraubern. Ein unvergessliches Erlebnis, besonders wenn man auf dem Copilotensitz mitfliegen darf (ich durfte einmal). In Havanna überflogen wir auf dem Airport einen Bezirk, auf dem Militärflugzeuge standen, teilweise mit Tarnnetzen abgedeckt. Ich fragte den Piloten, ob ich fotografieren dürfte. Der lachte und meinte „Nur zu. Die Amis wissen ohnehin wo unsere Maschinen stehen!“ Hätten Sie das gedacht?


Hier sieben Filme zur Karibik: Im ersten Film eine Tour durch Venezuela. Es werden die Roques gezeigt und etwas von ihrer Unterwasserwelt, die Tepuis und einige Tiere im  Orinoco-Delta. Der zweite Film berichtet über einen Besuch in einer Zigarrenfabrik in Havanna. - Danach zwei Unterwasservideos. Das erste wurde bei einer Schnorcheltour aufgenommen, das zweite bei einem Tauchgang. - Die beiden folgenden Filme stellen die "Band of Eden" vor, von der ich oben über Kuba berichtet habe. - Am Schluss noch was Buntes: Kolibris im Nebelwald von Costa Rica.




 


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